
Marco Polos King of Tibet Dangmo Gompa, vortrefflich in Szene gesetzt von Herrn Klaus Wenzel
Die Augen und Augenfarbe des Do Khyi wird laut Standard wie folgt beschrieben:
“Von mittlerer Größe, braun in allen möglichen Schattierungen abhängig von der Fellfarbe, je dunkler, desto besser. Weit voneinander und etwas schräg eingesetzt, dreieckig zulaufend. Die Augenlider liegen straff am Augapfel an. Würdevoller Ausdruck. “
Standardgemäß haben wir farbmäßig also folgende Optionen:
1. Braun in allen Schattierungen
2. Je dunkler, desto besser
3. Abhängig von der Fellfarbe
Wie sieht dies nun in der Praxis aus?
Braun in allen Schattierungen bedeutet ein breites Farbspektrum z. B. beginnend von sehr hellem goldbraun, bis hin zu schwarzbraun!
Je dunkler, desto besser bedeutet einfach, daß das Auge möglichst dunkel sein sollte. Die dunkelste Augenfarbe beim Do Khyi wirkt schwarz, was sich jedoch bei entsprechendem Lichteinfall oder direkter Sonneneinstrahlung tatsächlich als sehr dunkles Schwarzbraun entpuppt.

Schwarze Do Khyi Hündin mit schwarzbraunem Auge
Die Färbung sollte der Fellfarbe entsprechend sein.
Wie interpretiert man diese Standardforderung?
Generell bedeutet sie, daß die Tonhöhe der Augen, der Tonhöhe der Fellfarbe gleich sein sollte.
Das heißt:
Ein einfarbig schwarzer Hund sollte möglichst eine schwarzbraune Augenfarbe besitzen.
Beim einfarbig hell- oder dunkelgoldfarbenem Do Khyi müßte die Augenfarbe optimalsterweise dann ebenfalls hell- oder dunkelgoldbraun sein.

Blau geborener goldfarbiger Do Khyi mit gelbbraunen Augen in gleicher Tonhöhe
Zweifarbige Do Khyi (schwarz mit hellem oder dunklen goldbraunen Abzeichen) müßten gemäß ihrer Deckfarbe ebenfalls möglichst schwarzbraune Augen besitzen.

Black and tan-farbiger Do Khyi Rüde mit schwarzbraunen Augen
Die Augenfarbe kann aber auch in der selben Tonhöhe wie die Marken der Abzeichen sein.

Ein typvoller Do Khyi Rüde mit ausdrucksvollem Blick
Richtig schwierig wird die Einstufung bei ein- oder zweifarbig blauen Do Khyi. Je nach Aufhellung der Farbvariante, beginnend von tiefanthrazitfarben (Aufhellung der ersten Generation) bis hin zum fast schon silberfarbenen, ist nämlich jede Variante des sehr hellen Goldbraun bis hin zum Schwarzbraun erlaubt.

Aber Achtung!
Der Standard beschreibt nur ein gewünschtes Optimum, nicht aber eine festgeschriebene Forderung!
Insbesondere beim Do Khyi des Farbschlags Blau, oder bei den blaugeborenen goldfarbigen Do Khyi treten sogar die durchaus erlaubten Farbvarianten helles Graubraun oder Gelbbraun auf.

Typische Augenfarbe eines blaugeborenen goldfarbenen Do Khyi Welpen, welche im Alter zu hellem Goldbraun wechselt
Da die Natur in ihrer unermeßlichen Weisheit beschlossen hat, die Farbvererbung der Fellfarbe tatsächlich von der Farbvererbung der Augenfarbe abzukoppeln, gibt es beim Do Khyi eine Vielfältigkeit der Kombinationsmöglichkeiten von Fell- und Augenfarbe, die ihres gleichen sucht. So sind – wie beim Wolf – hellgelbbraune Augen bei schwarzer Fellfarbe ebenso möglich, wie schwarzbraune Augen bei silberfarbenem oder hellgoldenem Fell.

Goldfarbene Do Khyi Hündin mit schwarzbraunen Augen
Keine dieser beschriebenen Augenfarben sagt im übrigen etwas über die Gesundheit des Do khyi aus, so das die Aufforderung auf die Augenfarbe der Eltern zu achten grundsätzlich ebenso einfältig wie laienhaft ist.
Ich selber habe und werde niemals auf Augenfarbe selektionieren, weil ich die Natur in ihrem Facettenreichtum respektiere und auch bewundere.

Multi-Champion Marco Polos King of Tibet Pumba
Ich bin der Meinung, daß jeder Blick ins Auge eines Do Khyi – gleich welcher Farbe – ein einmaliges Erlebnis ist…..
Sehr interessant auch dieses Foto von 2 Originalimporten aus Tibet.

Do Khyi Importe aus Tibet
Wer daraus einen Schluß ziehen möchte, müßte zur Erkenntnis gelangen, daß selbst die frühen Importe aus Tibet nicht standardkonform sind…..
….und sind wir doch einmal ehrlich…..Ist die Sehfähigkeit eines gesunden Auges nicht wichtiger, als die Farbe?